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Märkische Allgemeine Zeitung, September 27, 2006

Computerbranche wächst rasant Die Informationstechnologie in der Region wird immer wichtiger

GERALD DIETZ

POTSDAM Die Region Berlin-Brandenburg ist in der weltweit zu den dynamischsten Wirtschaftssektoren gehörenden Informationstechnologie-Branche (IT) bestens aufgestellt. Keine andere Wirtschaftsregion bundesweit erreicht auf allen wichtigen Technologiefeldern der Sparte eine derartige Unternehmenskonzentration.

Das ist das Ergebnis einer Studie, die vom Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung (ASQF) in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam erarbeitet wurde. Um die Standortvorteile zu erhalten, sollten aber vermehrt kleinteilige Netzwerke heimischer Unternehmen mit Industriepartnern gebildet werden, die an konkreten Projekten arbeiten, sagte der Koordinator der Studie und Geschäftsführer des Branchenverbandes ASQF, Stephan Goericke. Die Untersuchung wird im Rahmen der IT-Fachkonferenz Conquest 2006 zur Software-Entwicklung vorgestellt, die von heute an erstmals in Berlin über die Bühne gehen wird (siehe Kasten).

Die Region rangiert laut Studie sowohl im Wirtschaftszweig Elektronik als auch bei der Software-Entwicklung und den IT-Dienstleistungen bundesweit auf Platz eins. Besonders in der Software-Branche entwickelt sich Berlin-Brandenburg dynamischer als das Bundesgebiet. Jedes Jahr nahm seit 1998 die Zahl der Betriebe um 8,3 Prozent zu, so dass sich deren Gesamtzahl mittlerweile auf 1339 nahezu verdoppelt hat. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg um mehr als zehn Prozent im Jahr auf rund 17 000. Ähnliche Wachstumsraten gelten für die IT-Dienstleistungen, bei denen die Zahl der Festangestellten seit 1998 mit jährlichen Wachstumsraten von 7,9 Prozent auf 5500 (2005) kletterte. Die Zahl der Betriebe stieg um jährlich sechs Prozent auf 539.

»Die Hauptstadtregion ist eine der leistungsstärksten Medien- und IT-Regionen in Deutschland, hat große Bedeutung für die hiesige Wirtschaftsstruktur und weist eine hohe Wachstumsdynamik auf«, sagt der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU). Insgesamt stelle die Medien- und Kommunikationswirtschaft in Berlin-Brandenburg derzeit in 12 000 Unternehmen rund 150 000 Jobs. Die Branche profitiere vor allem von der breiten Forschungs- und Hochschullandschaft in der Region, so Junghanns.

Hinzu komme noch die Forschungs- und Entwicklungskonzentration in den Unternehmen selbst sowie der noch vorhandene qualifizierte Nachwuchs, sagt der Teamleiter Medien/IT bei der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB), Stephan Worch.

Genau hier gilt es aber auch Vorsorge für die Zukunft zu treffen, meint der IT- und Medienreferent der Potsdamer Industrie- und Handelskammer (IHK), Sven Birk. »Wir müssen die Ausbildung verbessern, um nicht künftig auf Spezialisten anderer Regionen angewiesen zu sein«, so Birk, der auch im Strategiekreis der Branchen-Initiative »We make IT« vertreten ist. Zudem müsse deutlich mehr in die Forschung investiert werden.

Fachmesse zieht um

Die zum neunten Mal stattfindende internationale Fachkonferenz Conquest ist in diesem Jahr erstmalig nach Berlin gekommen. Die Wahl des Standorts gilt auch als Gradmesser für die wachsende Bedeutung der Region in der Informationstechnologie. Bislang war das renommierte Software-Branchentreffen immer in Bayern angesiedelt. Erwartet werden 400 Fachleute aus 20 Ländern. Im kommenden Jahr soll die Conquest zusammen mit einem weiteren europäischen Branchentreffen als Doppelkonferenz im Hasso-Plattner-Institut und der Universität in Potsdam stattfinden. gd

Berliner Morgenpost, October 2, 2006

Berlin wächst als Software-Standort

Deutscher Spitzenplatz in der Branche – Hardware-Geschäft aber schwächer

Von Manfred Ronzheimer

Berlin – Programme laufen, Geräte nicht: Die IT-Branche rund um Computer und Internet entwickelt sich in der Region Berlin-Brandenburg in unterschiedlichen Richtungen. Während in der Software-Herstellung Berlin mittlerweile Deutschlands wichtigster Standort vor München und Hamburg ist, geht bei der Produktion von Elektronik-Geräten immer mehr Boden verloren.

Rangierte Berlin noch im Jahr 1998 mit 3,5 Prozent der Beschäftigten in der deutschen Elektroniksparte (Büromaschinen, Computer, Rundfunk- und Nachrichtentechnik) an erster Stelle der stärksten Regionen, ist man 2005 mit 2,8 Prozent auf Rang fünf abgerutscht. Degradiert unter anderem vom Aufsteiger Dresden, der in diesem Zeitraum ein jährliches Personalwachstum von 10,9 Prozent erreichte, während die Hauptstadt rund 4,3 Prozent der Arbeitsplätze in diesem Segment abbaute.

Die gemischte Bestandsaufnahme ergibt sich aus einer neuen Studie über die wirtschaftlichen »Perspektiven der Informationstechnologie in der Hauptstadtregion«, die vom Arbeitskreis Software-Qualität und -Fortbildung (ASQF) erstellt und jetzt auf der IT-Fachkonferenz »Conquest 2006« in Berlin vorgestellt wurde. Das Fazit der Studie lautet, dass sich Berlin vor allem als Standort für die Softwareentwicklungs-Unternehmen prächtig entwickelt hat. Die Zahl der Software-Unternehmen in der Hauptstadt erhöhte sich zwischen 1998 und 2005 von 577 auf 1010 – ein jährlicher Zuwachs von 8,3 Prozent, was deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 7,2 Prozent liegt.

Auch die Zahl Potsdamer Software-Firmen wuchs von 92 auf 172, ein jährlicher Anstieg um 9,3 Prozent. In der Beschäftigtenzahl rangiert Berlin mit einem Anteil von 5,7 Prozent aller Arbeitsplätze in der deutschen Software-Industrie zwar noch knapp hinter München (sechs Prozent). Aber der Stabwechsel ist nur noch eine Frage der Zeit.

Denn in den vergangenen acht Jahren hat sich die Software-Beschäftigung in Berlin um jährlich 10,3 Prozent erhöht, in München nur um knapp drei Prozent. In der IT-Sparte, den Dienstleistungen rund um die Informationstechnik, behauptet sich Berlin mit 5,4 Prozent aller Unternehmen in Deutschland weiterhin auf Platz eins vor Hamburg (3,7) und München (2,6).

Auch für die Zukunft besitze die Hauptstadtregion die Chance zu einer aussichtsreichen Entwicklung, erklärte Studien-Autor Stephan Goericke vom Internationalen Software-Qualitäts-Institut (iSQI) mit Sitz in Erlangen und Berlin. »Die Aussichten sind für Berlin und Brandenburg überraschend positiv«, stellte Goericke fest, als er die Studie den beiden Wirtschaftsstaatssekretären beider Bundesländer, Volkmar Strauch und Wolfgang Krüger, überreichte.

Im Unterschied zu München seien die Firmen hier viel kleiner und weniger international aufgestellt, dies könne aber durch verstärkte Kooperation kompensiert werden. Bei der Förderung fachlicher Netzwerke sei auch die Wirtschaftspolitik gefordert. Unter anderem auch weil sich die Branche in Berlin so gut entwickle, sei man mit der »Conquest«-Konferenz von Bayern in die Hauptstadt gewechselt, so Goericke.

Messages to the Organizer

October 2, 2006:

Guten Tag!

Ich möchte mich noch einmal recht herzlich für die Einladung zu dieser Veranstaltung bedanken. Es war wirklich interessant und hat mir einen sehr guten Einblick in diese »Welt« gewährt. Vielleicht ergibt sich für mich nächstes Jahr wieder eine Möglichkeit Conquest zu besuchen!

Vielen Dank!

Bertram Janositz, Kugler Maag CIE GmbH (exhibitor):

Wir waren dieses Jahr zum ersten Mal auf der Conquest und waren beeindruckt von der Fülle der interessanten Vorträge. Der Austausch mit Kunden und Interessenten war ein echtes Highlight.

Peter Holmström, Conformiq (Finland) (exhibitor):

The conference was very successful for us – at least in terms of number and relevance of new contacts and in terms of visibility. The real business benefit of course remains to be seen. In addition to the conference/exhibition being a marketing success, it was also a pleasure to attend. All the arrangements worked perfectly and at the exhibition we felt very well taken care of.

Theofanis Vassiliou-Gioles, Testing Technologies (exhibitor, speaker):

The Conquest offered us a great opportunity to meet customers and test experts of different industries. We were able to exchange views and experiences and socialized with many new people. Especially the widespread interest in the technology TTCN-3 made the Conquest a complete success for us.

Helmut Frühwirth, winner of a CONQUEST ticket:

Ich bin gerade mit einem kleinen Kongressbericht fertig geworden, den ich morgen meinen Kollegen präsentieren möchte.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich nochmals für das Ticket bedanken.

Im Nachhinein kann ich deutlich sagen, dass sich die Reise nach Berlin gelohnt hat.

Vielen Dank auch für die gute Organisation und Bewirtung (auch beim Social Event).

Aus meiner Sicht lief alles professionell und reibungslos.

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