»Verein WEIT e.V. für V-Modell® XT beim iSQI in Potsdam gegründet

Auf dem Gruppenbild von links nach rechts: Dr. Marc Sihling, 4Soft; Dr. André Schnackenburg, Bundesverwaltungsamt; Rudolf Neurath, iABG; Dr. Jürgen Münch, Fraunhofer IESE; Prof. Dr. Andreas Rausch, TU Clausthal, Vors. WEIT e.V.; Martin Schallbruch, Bundesministerium des Innern; Wolfgang Kranz, EADS; Ludger Meyer, Siemens; Doris Rauh, Siemens; Marco Kuhrmann, TU München

Am 31. März 2008 gründeten auf Einladung des iSQI in Potsdam Vertreter der 4Soft GmbH, von EADS Deutschland GmbH, des Fraunhofer IESE, der Industrieanlagen Betriebsgesellschaft (IABG) mbH, der Siemens AG, der Technischen Universität Clausthal sowie der Technischen Universität München den WEIT e.V. Unmittelbar nach Vereinsgründung erklärte die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesverwaltungsamt (BVA), ihren Beitritt.

WEIT e.V. koordiniert die Weiterentwicklung und Pflege des V-Modell® XT sowie die Unterstützung seiner qualifizierten Anwendung durch das V-Modell®-XT-Zertifizierungsprogramm.

Das V-Modell® XT ist in Behörden und Unternehmen eine Richtschnur für die Organisation und Durchführung von IT-Vorhaben und wurde im Februar 2005 vom damaligen Bundesinnenminister Otto Schily eingeführt. Seit der Einführung wächst seine Bedeutung kontinuierlich und der Verbindlichkeitsgrad nicht nur im öffentlichen Bereich steigt: Bereits am 4.11.2004 empfahl der Interministerielle Koordinierungsausschuss (IMKA) den Bundesbehörden, bei neu zu entwickelnden Systemen das V-Modell® XT zu verwenden. Für den Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern ist die Anwendung des V-Modell® XT bei Projekten mit externen Auftragsvergaben seit dem 1.7.2005 per Erlass geregelt.

Martin Schallbruch, IT-Direktor des Bundesministeriums des Innern (BMI) nahm auf der Gründungsveranstaltung zur Bedeutung des Weit e.V. Stellung: „Für die Bundesverwaltung ist das V-Modell® XT wichtige Grundlage für die Durchführung von IT-Projekten. Daher unterstützen wir seine Weiterentwicklung durch den Weit e.V. Die Entwicklung des V-Modells® XT und die Gründung des WEIT e.V. sind gute Beispiele für erfolgreiche PPP in Deutschland.“ Wolfgang Kranz, in Verantwortung des Standards bei EADS Defense & Security und Stellvertretender Vorsitzender des WEIT e.V., betonte insbesondere die wirtschaftliche Relevanz des V-Modell® XT: „Im Zeichen des globalen Wettbewerbs ist die Steigerung von Effizienz (das Richtige tun) und Effektivität (es richtig tun) für die Industrie ein zentrales Thema. Mit dem Einsatz des V-Modell® XT erwarten wir uns daher eine wesentliche Verbesserung des Projektmanagements in Entwicklungsprojekten.“ Aus Sicht des Vorsitzenden des neu gegründeten WEIT e.V., Prof. Dr. Andreas Rausch von der TU Clausthal, ist es „ein großer Erfolg, aus einem Forschungsprojekt heraus einen weithin akzeptierten Standard etabliert zu haben.“

Das V-Modell® XT ist ein technologisch modernes, flexibles, offenes und an unterschiedliche Projekt- und Organisationsgegebenheiten anpassbares Vorgehensmodell. Vorgeschrieben zur Projektabwicklung in Behörden von Bund und Ländern, wird das V-Modell® XT auch im nichtöffentlichen Bereich zunehmend eingesetzt und als Vorgehensstandard akzeptiert.

Für die qualifizierte Anwendung wurde ein Zertifizierungsprogramm für Personen und Organisationen etabliert. Inzwischen sind bereits über 200  Personen als „V-Modell®-XT-Projektleiter und V-Modell®-XT-QS-Verantwortliche (Pro)“ zertifiziert. Stephan Goericke, Geschäftsführer des iSQI, freute sich, dass unmittelbar nach der Vereinsgründung Verhandlungen zur Beauftragung des iSQI-Instituts als Zertifizierungsstelle aufgenommen wurden.

Der Vorstand von WEIT e.V. erwartet, dass sich das V-Modell® XT in Deutschland weiter durchsetzt und sich zudem über Deutschlands Grenzen hinaus europaweit etabliert.


01.04.08


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