Damit dies gelingen kann, wird der Aufbau des Netzwerkes durch die Software-Offensive Bayern mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung gefördert.
Vor ausgewählten Vertretern aus Politik, Industrie und Bildungswesen betonten ASQF-Präsident Bernd Hindel und Geschäftsführer Robert Treffny, dass das deutsche Ausbildungs- und Berufsbildungssystem ein Standortfaktor erster Güte sei, um das Deutschland in aller Welt beneidet würde. Es falle jedoch auf, dass vor allem im Zusammenspiel zwischen Wirtschaft, Schule und Politik noch Optimierungspotential vorhanden ist. Hindel sagte: „Für die positive Entwicklung einer Region ist die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bildungseinrichtungen und Politik unerlässlich. Die Gründung des Netzwerk „Schule – Wirtschaft“ ist eine Investition in die Zukunft des IT-Standortes Franken, Bayern und Deutschland.“
Durch Aufklärung, Information und Service möchte das Netzwerk junge Leute für die Branche mit Zukunft begeistern. Mit IT-Info-Tagen, die ab dem Beginn des neuen Schuljahres an Gymnasien, Haupt- und Realschulen in Mittel-, Unter- und Oberfranken ein genaueres Bild über die IT-Branche vermitteln werden, soll die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Schule besser genutzt werden. „Die Zielgruppe liegt bei jenen Schülern, die vor einer einschneidenden Fächerwahl stehen, um bereits durch die richtige Auswahl des Unterrichts eine Grundlage für den späteren Beruf legen zu können“, erläuterte Robert Treffny.
Nach einem IT-Info-Tag sollen die Klassen einen Einblick in die Charakteristika der Informationstechnik – und Telekommunikations-Branche, über Ausbildungswege, Studienmöglichkeiten und Berufsfelder erhalten haben. Es sind vor allem die interessierten Schüler, die der ASQF für die Branche gewinnen möchte. Diese finden auch anschließend im Verein einen Ansprechpartner, wenn es um Praktika, Fragen und weitere Schritte geht. Schülern mit falschen Vorstellungen soll das Netzwerk bereits frühzeitig die Augen öffnen, um ihnen einen zeitraubenden Weg in eine Sackgasse zu ersparen.
Unternehmen bietet das Netzwerk die Möglichkeit, qualifizierte Fachkräfte für ihren Betrieb zu finden und zu gewinnen. „Wer ausbildet sichert die Zukunft der Branche, beugt Fehlbesetzungen vor und signalisiert Qualitätsbewusstsein.“, so Treffny. Die Möglichkeiten der Beteiligung von Unternehmen am Netzwerk reicht von einer Präsentation auf der begleitenden Homepage, das Auftreten als Referent bei den Info-Tagen bis hin zu Paten- und Partnerschaften mit Schulen und Schülern.
Um eine solche Partnerschaft vorzustellen, hatte der ASQF e.V. Volker M. Banholzer von der Firma Baumüller-Gruppe mit Sitz in Nürnberg eingeladen. Das Unternehmen unterhält bereits sei zwei Jahren eine Partnerschaft zum Martin-Behaim-Gymnasium. „Unser Ziel ist es die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie sich über den eigenen Lebensweg Gedanken machen und dies ist die Schule.“ Das Unternehmen wolle den Schülern als Modell der unternehmerischen und technischen Arbeitswelt in verschiedenen Jahrgangsstufen und in unterschiedlichen Fächern begegnen. Er berichtete ganz aktuell von gemeinsamen Projekten wie Ausbildung, Praktika, Diplomarbeiten, Exkursionen und vielem anderen mehr. Diese Partnerschaft sei bisher bei allen sehr gut angekommen.
Hindel betonte, dass es solche Netzwerke in anderen Ländern wie der USA bereits gebe: „In Deutschland fehlt es in einem oder anderen Bereich an Engagement. Das Netzwerk möchte hier im IT-Bereich einen Beitrag leisten. Als Region wollen wir versuchen, dabei zu sein.“
Jürgen Keil von der Regierung von Oberfranken zeigte sich sehr interessiert an diesem Projekt. Er berichtete, dass sich die Schülerzahlen in der IT-Branche im Regierungsbezirk nach einem starken Anstieg abgeschwächt haben. „Vielleicht kann ihr Initiative dazu beitragen, die Zahlen zu stabilisieren oder vielleicht sogar zu einer Dynamisierung beitragen.“
Das Projekt stieß jedoch nicht nur in Reihen der Politiker auf Zustimmung. Sowohl Schulen als auch Unternehmen erklärten sich bereits während der Veranstaltung bereit, sich für das Netzwerk „Schule – Wirtschaft“ zu engagieren.
Der ASQF hat das Netzwerk „Schule – Wirtschaft“ als gemeinnütziger Verein von rund 180 Mitgliedern aus Großunternehmen, mittelständische Firmen und Universitäten angestoßen. Der Verein ging 1996 aus einem von der EU geförderten Projekt hervor. Die Mitglieder haben sich den Erfahrungsaustausch auf den Gebieten Software-Entwicklung und Qualitätsmanagement sowie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Industrie zum Ziel gesetzt. Weitere Infos zum Netzwerk und zum Verein sind auf der Homepage des ASQF unter www.asqf.de zu finden.
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Weitere Informationen sind im Internet unter www.isqi.org zu finden.
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